Novene zum seligen Edmund von Bojanowski

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Der selige Edmund, ein Beispiel des Vertrauens in Gottes Vorsehung

1. Tag

Dein Tagebuch, seliger Edmund, zeugt an vielen Stellen von deinem unerschütterlichen Vertrauen in die Vorsehung Gottes. Du sagst: „Wie wunderbar sind die Wege der Göttlichen Vorsehung“ (Tgb. 19.04.1853). Es ist ein Ausruf des Entzückens über die Güte Gottes und sein vorsorgliches weises Walten. Hoffendes Vertrauen ließ dich Aufgaben meistern, die menschlich gesehen, deine Kräfte überstiegen. Doch wusstest du dich lediglich als Werkzeug in der Hand Gottes. Der Glaube an ihn war in Schwierigkeiten deine einzige Zuflucht und Stärke. Er eilte dir immer zu Hilfe, so dass du voll Dankbarkeit sagen konntest: „Am Abend habe ich meinen Gebeten ein von Herzen kommendes Dankgebet hinzugefügt für den Tag, an dem mir Gott in seiner wunderbaren Vorsehung soviel Barmherzigkeit erwiesen hat…“ (Tgb. 24.05.1853)


Lehre uns dein Vertrauen, damit wir nicht verzagen. Erbitte uns Glauben an Gott, der mit dem Auge seiner wunderbaren Vorsehung alle unsere Nöte sieht. Amen


Gegrüßet seist du Maria…

Seliger Edmund, bitte für uns

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Der selige Edmund, ein eifriger Verehrer der hl. Eucharistie

2. Tag

Die hl. Eucharistie, war für dich, seliger Edmund, die Mitte des Lebens, das wichtigste Ereignis des Tages, aus dem dir die nötige Kraft zuteil wurde. Die Eucharistie hast du empfangen als die größte Kostbarkeit, - als Geschenk der Liebe Gottes. Du wusstest die häufige heilige Kommunion zu schätzen, und es war dir ein Anliegen, dass auch andere Verständnis für diese kostbare Gabe erlangen. Dein Weg zur Kirche verwucherte nicht, du weiltest dort lange Stunden. Die Kraft, die du dort empfangen hast, führte dich hin zum Dienst an den Menschen. In ihnen wurde Jesus für dich sichtbar.


Hilf uns, seliger Edmund, mit deinem lebendigen Glauben. Lehre uns das Geheimnis der hl. Eucharistie verstehen und lieben. Bewirke durch deine Fürsprache, dass wir uns ständig mit dem Brot des Lebens stärken, einst zum endgültigen Ziel gelangen, zur ewigen Anschauung des Herrn Jesus Christus. Amen.

Gegrüßet seist du Maria…

Seliger Edmund, bitte für uns

 
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Der selige Edmund, ein hingebender Verehrer der unbefleckten Gottesmutter

3. Tag

Dein ganzes Leben, seliger Edmund, stand unter dem Zeichen einer innigen Verehrung Mariens. In jedem Kummer wandtest du dich an sie. Ihr hast du all dein Streben und Planen geweiht. Du hast in deinem Leben erfahren, dass man Maria vertrauen kann. Oft hast du die Geheimnisse ihres Lebens betrachtet und auch andere gelehrt, sie zu lieben. Als unsere Kongregation erstand, nanntest du die Schwestern „Mägde Mariens“. Du wolltest über jeder Heimstatt der Kinder ein Bildnis der Gottesmutter erstrahlen sehen. Lieder zu ihrem Lob sollten im Innern ertönen.


Lehre uns, seliger Edmund, Maria so zu lieben, wie du sie geliebt hast, mit ihr ganz verbunden zu sein, damit sie in unseren Herzen einen Platz für Jesus bereite und uns am Ende zum ewigen Liebes-Gastmahl im himmlischen Reich führe. Amen.

Gegrüßet seist du Maria…

Seliger Edmund, bitte für uns

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Der selige Edmund, ein Mann des innigen Gebetes

4. Tag

Wir wenden uns an dich, seliger Edmund, du Vorbild schlichten und innigen Gebetes. Dein ganzes Leben war gebetserfüllt. Das Gebet war die Kraft für dein umfangreiches Wirken zum Wohl der Menschen. Du verstandest es, „nicht nur mit Worten und Sinnen, sondern mit dem Herzen selbst und aus der Fülle des Geistes“ (Tgb. 30.08.1854) zu beten. Als dein Leben zur Neige ging, hast du in unaufhörlichem Gebet verharrt, - in Verbundenheit mit Gott. Du sagtest: „Ich beendige das Gebet, von dem ich nicht weiß, wann ich es angefangen habe“ (Gedenkblätter Ladislaus Schneider S. 27).


Lehre uns, wir bitten dich, solch inniges, immerwährendes Gebet, damit wir wie du, Arbeit und Kontemplation in harmonischen Einklang bringen. Diese Gnade erflehe uns bei Gott, damit wir unseren Dienst am Nächsten in Gottes Gegenwart verrichten. Amen.


Gegrüßet seist du Maria…

Seliger Edmund, bitte für uns

 
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Der selige Edmund, ein Mann schlichten, aufrichtigen Herzens

5. Tag

Seliger Edmund, dir war es gegeben, das Schöne der evangelischen Schlichtheit zu entdecken und die Gemeinschaft deiner Schwestern in diesem Geist zu formen. Nach deinem Wunsch sollten sie lesbares Zeugnis für das Evangelium und sichtbares Zeichen Christi sein, der in seiner Kirche wirkt. Deine letzte Weisung, die du vor deinem Tode gabst, betraf die Schlichtheit: „.“ Du warst selbst ein Mensch schlichten, aufrichtigen Herzens. So konntest du sagen: Die Schlichtheit „.“


Erflehe uns beim Herrn den Geist der Schlichtheit und Demut im Denken, Reden und Tun, damit wir in kindlicher Aufrichtigkeit vor Gott und den Menschen stehen und in dieser Haltung an die täglichen Dinge herangehen. Lehre uns schlicht zu sein im Lebensstil, in Wort und Umgang und uns zugänglich verhalten, damit die, die zu uns kommen, bei uns die gleiche Gastfreundschaft erfahren, die du allen gewährt hast. Demut und Schlichtheit tun uns Not. Deshalb bitten wir dich: Erlange sie uns bei Gott. Mögen unsere Wege zu Gott und den Menschen geradlinig sein. Amen.


Gegrüßet seist du Maria…

Seliger Edmund, bitte für uns

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Der selige Edmund, genannt „ein herzensguter Mensch“

6. Tag

Seliger Edmund, du warst ein Mensch mit hellhörigem Herzen für die seelischen und leiblichen Nöte anderer. Im Andenken der Menschen hast du dich als barmherzig eingeschrieben und als Mensch, der keine Gelegenheit vorübergehen ließ, den Bedürftigen zu helfen. Durch deine Hand hat Gott seine Vorsehung für die Kinder, Kranken und Armen kundgetan. Du liebtest die, die von anderen verschmäht werden, die in den Augen der Welt Geringgeachteten, die am Rand Stehenden. Um dich drängten sich die Armen, da sie deine Güte und dein empfindsames Herz spürten.


Erbitte uns die Gnade eines offenen Herzens, damit wir in den Armen Christus wahrnehmen, der schutzlos im Stall zu Bethlehem lag und am Kreuz für uns litt. Der du „ein herzensguter Mensch“ genannt wurdest, bitte für uns, dass man am Ende des Lebens auch von uns sagen kann: Ihr ganzes Leben „durchzog ein Leitfaden der Liebe. Es war ein ständiges Denken an die Leidenden, ein Sich-selbst-Vergessen, - fortwährende Barmherzigkeit“. Amen.


Gegrüßet seist du Maria…

Seliger Edmund, bitte für uns

 
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Der selige Edmund, ein Vorbild der Geduld in Leid und Betrübnis

7. Tag

In deinem Leben seliger Edmund, hast du vielfach Leid erfahren. Alles Widrige hast du auf Knien überwunden, es vor Gott getragen: „“ (Tgb. 27.05.1853)


Seliger Edmund, du bist für uns Verhaltensvorbild, wenn uns Schweres begegnet: Krankheit, Verdächtigungen, abfällige Beurteilungen, Unsicherheit, oder materielle Schwierigkeiten. Mit deinem Leben hast du uns aufgezeigt, dass es sich lohnt, auf Gott zu vertrauen und sich von ihm führen zu lassen, denn er ist die Liebe, und, obwohl er manchmal für uns Unverständliches zulässt, trügt er niemals. Lehre uns Geduld in Heimsuchungen, wie sie dir eigen war, damit wir siegreich die Last des Lebens überwinden und uns einst beim himmlischen Freudenmahl einfinden können. Amen.


Gegrüßet seist du Maria…

Seliger Edmund, bitte für uns

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Der selige Edmund, viele im Tun des Guten zusammenführend

8. Tag

Du wusstest, seliger Edmund, dass du im Alleingang der der Menschen nicht Herr wirst. Du suchtest Menschen guten Willens, die gemeinsam mit dir den Problemen deiner Zeit die Stirn boten. Dir war es gegeben, andere für das Gute zu gewinnen und so der Gleichgültigkeit für die Belange anderer vorzubeugen. Du überwandest die Mauern des Misstrauens und räumtest die gegenseitigen Vorurteile aus. So konntest du in mühevoller Arbeit zwischenmenschliche Beziehungen aufbauen. Uns, deinen Schwestern, hast du als Testament deinen sehnlichsten Wunsch hinterlassen, dass wir in gegenseitiger Liebe verharren. Dein sterbender Mund sprach die Worte: „….“ Du wusstest, dass das Zeugnis der Liebe einer in Christus geeinten Gemeinschaft, fruchtbares Apostolat bewirkt, - dass die gegenseitige Liebe mit Kettengliedern vergleichbar ist, die zusammengefügt, ein starkes Band ergeben, dem das Böse nicht schaden kann.

Seliger Edmund, du „herzensguter Mensch“, der auch andere zum Guten hinführte, lehre uns eine solche gegenseitige Liebe, die das Herz Gottes erfreut und den Segen des Herrn auf die Menschen herabruft. Amen.


Gegrüßet seist du Maria…

Seliger Edmund, bitte für uns

 
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Der selige Edmund, der Ordensvater

9. Tag

Wir nennen dich, seliger Edmund, unseren Ordensvater, denn die durch dich gegründete Gemeinschaft ist gleichsam „dein Kind“. Wir danken dir für deine wahre Liebe, mit der du und immerfort beschenkst. Gott hat dich zur geistlichen Vaterschaft berufen. Wir danken dir, für dein Zeugnis reifer Verantwortlichkeit, für das geduldige Warten auf unsere geistliche Entfaltung, für das Mitteilen geistigen Reichtums, für deine Forderungen und für die Sorge um deine „Tochter“.


Wir wissen, unser Vater, dass du uns weiterhin liebst, - als Gemeinschaft, die deinem Herzen nahe ist. Wir brauchen deine väterliche Hand, die uns sicher durch die Widrigkeiten des Lebens führt. Wir brauchen dein empfindsames Herz, das auch den leisesten Hilferuf hört. Neige dich in Liebe zu uns und sei uns Fürsprecher beim Vater im Himmel. Amen.


Gegrüßet seist du Maria…

Seliger Edmund, bitte für uns